Agglomeration

Freiburg ist der erste Kanton der Schweiz, der über ein Agglomerationsgesetz verfügt (seit 1995). Aufgrund dieses Gesetzes und des Staatsratsbeschlusses vom 4. Juli 2004 hat der Staatsrat einen Provisorischen Perimeter für eine zweisprachige Agglomeration Freiburg festgelegt, zu welchem auch die Gemeinde Düdingen gezählt wurde. Das Ziel der Agglomeration Freiburg ist eine intensive interkommunale Zusammenarbeit im Bereich von gemeindeübergreifenden Aufgaben. Zudem wollen die Gemeinden der Agglomeration Freiburg geeint und stark auftreten, um sich als eigenständiges Wirtschaftszentrum zwischen den grossen Poolen Lausanne/Genfersee und Bern/Deutschschweiz behaupten zu können.

Nach mehrjähriger intensiver Vorarbeit der konstituierenden Versammlung wurde ein Statutenentwurf ausgearbeitet, welcher am 1. Juni 2008 in den 10 Agglomerations-gemeinden Freiburg, Avry, Belfaux, Corminboeuf, Düdingen, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne zur Abstimmung gelangte. 72 Prozent der Stimmbürger/innen haben die Statuten und somit die Gründung der Agglomeration Freiburg genehmigt. Die Bevölkerung von Düdingen lehnte die Statuten als einzige Gemeinde mit 39 gegen 61 % ab. Weil die Mehrheit der Gemeinden und der Bevölkerung zugestimmt hat, gehört Düdingen nun als einzige deutschsprachige Gemeinde trotzdem zur Agglomeration Freiburg und wird darin auch die Interessen des Sensebezirks vertreten.

Organisation der Agglomeration Freiburg

Agglomerationsrat (Legislative):

Jede Gemeinde ist darin mindestens mit 3 Sitzen + 1 zusätzlicher Sitz auf volle 2500 Einwohner vertreten. Düdingen stellt darin also 6 Mitglieder, welche alle 5 Jahre durch den Generelrat gewählt werden. Zurzeit sind folgende Personen Mitglieder im Agglomerationsrat:

  • Hauswirth Urs, Gemeinderat (SP)
  • Johner Anita, Gemeinderätin (CSP)
  • Bächler Laurent (JLD)
  • Brügger Adrian (SVP)
  • Walther Ernst-Peter (DUD)
  • Werro Moritz (FDP)

Agglomerationsvorstand (Exekutive):

Im Agglomerationsvorstand sind alle Gemeinden mit einem Mitglied, die Stadt Freiburg mit 3 Mitgliedern vertreten. Die Wahl erfolgt alle 5 Jahre durch den Agglomerationsrat. Zurzeit vertritt Philipona Kuno, Gemeindeammann (CVP), die Gemeinde Düdingen im Agglomerationsvorstand.

Kommissionen:

Die Mitglieder des Agglomerationsrates und des -vorstandes arbeiten hauptsächlich in verschiedenen Kommissionen mit, welche bereichsspezifische Aufgaben zu erledigen haben.

Aufgaben der Agglomeration Freiburg


Die Agglomeration bezweckt die interkommunale Zusammenarbeit für die Aufgaben von regionalem Interesse in folgenden Bereichen:

  1. Raumplanung
  2. Mobilität (Verkehr / öffentlicher Verkehr)
  3. Umweltschutz
  4. Wirtschaftsförderung
  5. Tourismusförderung
  6. Kulturförderung (ohne Bauten)

Die Agglomeration trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region und der einzelnen Gemeinden bei. Sie setzt sich ein für die Verständigung, das gute Einvernehmen und den Austausch zwischen den kantonalen Sprachgemeinschaften. Die fördert die Zweisprachigkeit.

Die Gemeinden der Agglomeration behalten ihre Unabhängigkeit. Sie kooperieren in der Agglo Freiburg als gleichberechtigte Partner in den oben erwähnten Aufgabenbereichen. Die Übertragung von neuen Aufgaben ist nur mit einer erneuten Volksabstimmung möglich.

Agglo-Broschüre  [PDF, 2.00 MB]

Übersicht der Massnahmenblätter A der Gemeinde Düdingen

Link zur Homepage der Agglomeration Freiburg: www.agglo-fr.ch

Agglomerationsprogramm der 3. Generation (AP3) - Regionaler Richtplan können Sie hier herunterladen.

Die Statistik "Sozioökologisches Profil der Agglomeration Freiburg" können Sie hier herunterladen.

Der Tätigkeitsbericht 2017 der Agglomeration Freiburg kann hier heruntergeladen werden.

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