Düdingen im Detail

Lage, Bevölkerung, Verkehrsverbindungen

Düdingen oder wie ennet der Saane genannt, Guin, ist mit 30,82 km2 und 7'100 Einwohnern (davon rund 8 % Ausländer) eine der grössten Gemeinden des Kantons Freiburg und gilt als Regionalzentrum des Sensebezirks. Die westliche Grenze entlang des Schiffenensees zur Stadt Freiburg, Granges-Paccot und La Sonnaz bildet zugleich die Sprachgrenze zwischen der Romandie und der Deutschschweiz. Verkehrsmässig ist Düdingen durch die Nationalstrasse A12 Bern - Vevey und durch die SBB-Hauptverbindung Zürich - Genf sehr gut erschlossen.

Wirtschaft

In den letzten 30 Jahren haben sich in Düdingen das Gewerbe und die Industrie, begünstigt durch die gute Verkehrslage, stark entwickelt. Gewerbe, Industrie und Dienstleistung bieten 2500 Vollzeit- und 500 Teilzeitarbeitsplätze (total 3'000) an. Die breitgefächerte Wirtschaftsstruktur mit vielen kleineren und mittleren Betrieben bietet Gewähr für wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.

Die Gemeinde Düdingen weist aber mit rund 2000 ha auch eine grosse landw. Nutzfläche auf (davon 1156 ha offenes Ackerland). Düdingen ist deshalb auch Sitz von grossen landwirtschaftlichen Organisationen (AGRO-Center Sense, Saatzucht Düdingen).

Die Nähe zu den Städten Freiburg und Bern zeigt sich auch in der Pendlerbewegung. Von den rund 3300 erwerbstätigen Personen arbeiten nur 1500 in Düdingen, 1800 sind Wegpendler, während rund 1400 Personen aus anderen Gemeinden, vor allem aus dem mittleren und oberen Sensebezirk, täglich nach Düdingen an ihren Arbeitsplatz fahren.

Politische Gemeinde

Das 1982 durch Gesetz eingeführte Gemeindeparlament (Generalrat) wurde 1991 wiederum durch die Gemeindeversammlung ersetzt. Die Exekutive, der Gemeinderat, besteht aus 9 Mitgliedern (im Nebenamt). Ihm stehen verschiedene Kommissionen als beratendes Gremium zur Seite. Zurzeit gibt es in Düdingen sechs politische Parteien oder Gruppen (CVP, CSP, FDP, SP, Freie Wähler und seit 2003 die SVP).

Die finanzielle Lage der Gemeinde (Aufwand/Ertrag = 30 Mio.) kann dank einer langjährigen vorsichtigen Finanzpolitik als recht gut bezeichnet werden, die stetige Zunahme der Verschuldung bereitet aber zunehmend Sorge. Als relativ günstig gilt auch der Gemeindesteuersatz von 74 % auf Einkommen und Vermögen.

Die Gemeindeorganisation ist seit Dezember 2000 ISO-zertifiziert (ISO 9001-2000) und hat ihre Abläufe in einem Gemeindehandbuch nach dem Qualitätsmanagement-System festgelegt.

Gemeindeverwaltung - Gemeindedienste

In der Gemeindeverwaltung sind 15 (inkl. Sozialdienst und Jugendarbeiter), im Werkhof 6 und im Liegenschaftsdienst ebenfalls 6 Personen vollamtlich beschäftigt. Dazu sind rund 120 teilzeitlich angestellte Personen tätig. Die Leitsätze der Gemeindeverwaltung lauten: Freundlich, kundenorientiert, kompetent und effizient. Düdingen will als offene, moderne und bürgernahe Gemeinde wahrgenommen werden.

Informationen

Einmal pro Monat erscheint ein Mitteilungsblatt mit einer Auflage von ca. 3500 Exemplaren. Die ausführliche Schulinformation erscheint jeweils im August. Dreimal im Jahr erscheint ein detaillierter Kulturkalender. Die bereits seit 1998 aufgeschaltete Homepage der Gemeinde www.duedingen.ch gibt Ihnen zu praktisch allen Fragen ausführlich Auskunft.

Schulen, Jugend, Kultur, Sport

PodiumIn 6 Schulhäusern werden im Kindergarten und in der Primar- und Orientierungsschule ca. 1000 SchülerInnen ausgebildet. Mittelschüler (ca. 100) und Berufsschüler (ca. 200) besuchen die Schulen im nahegelegenen Freiburg (5 km). In Düdingen besteht ein umfassendes schulisches Angebot. Im Bereich der vorschulischen Kinderbetreuung gibt es eine Kindertagesstätte Balthasar, eine Tageselternvermittlung, eine Kinderspielgruppe, eine Naturspielgruppe, einen Kinderhütedienst und eine Krabbelgruppe. Es werden auch Konservatoriumskurse angeboten. Nähere Informationen zu den Schulen finden Sie auf www.psduedingen.ch und www.osduedingen.ch.

Die Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren treffen sich im Jugendraum Gänseberg. Den Jugendlichen steht eine ständige Jugendberatungsstelle zur Verfügung.

Das kulturelle Leben und das Brauchtum werden in Düdingen intensiv gepflegt. Bekannt ist z.B. die jährliche Fronleichnamsprozession, bei welcher verschiedene Vereine in ihren schmucken Trachten und Uniformen teilnehmen. Der Name Düdingen ist auch durch die 1798 gegründete Musikgesellschaft - eine der ältesten der Schweiz - mit ihrer unverwechselbaren Sensler-Sonntagstracht und durch die Kränzlitracht der Kreuzgangstöchter weitbekannt.

Die DüdingerInnen verbringen ihre Freizeit gerne in den rund 70 Kultur-, Sport- und anderen Vereinen. Für die Schulen und Sportvereine wurden moderne Sporthallen und Aussensportanlagen sowie ein Schwimmbad gebaut. Seit 1996 gibt es in Düdingen auch eine Eishalle und seit 1999 den prächtigen Kultur- und Konferenzsaal PODIUM mit 530 komfortablen Plätzen und einer modernen Bühneninfrastruktur. Den Kulturliebhabern wird im Podium ein vielseitiges Abonnementsprogramm angeboten. Nationale wie internationale Künstler haben das Podium bereits als idealen Aufführungssaal schätzen gelernt. Unter www.podium-duedingen.ch finden Sie alle Antworten zum Podium und Kulturprogramm.

Landschaft und Sehenswürdigkeiten

Düdingen bietet viele landschaftliche Schönheiten. Wiesen und Wälder, Ackerfelder, die Ufer des zwischen Saanefelsen versteckten Schiffenensees mit seinen fjordähnlichen Ausläufen laden zum Wandern ein. Wunderschöne alte Bauernhäuser und Speicher (Galmis, Jetschwil, Schlattli) und schöne schlossartige Landsitze (Balliswil, Wittenbach, Balbertswil, Jetschwil) zieren die Weiler der Gemeinde. Ein sehr schöne Wanderung (ca. 1,5 Std.) ist der Weg von Düdingen in die Stadt Freiburg über Garmiswil - Balliswil - über den Grandveyviadukt (zwei Landgasthöfe am Weg). Rückreise kann z.B. per Bahn (6 Minuten) zurückgelegt werden.

Als weitere Sehenswürdigkeiten können die verschiedenen Kapellen (Wallfahrtskapelle St. Wolfgang, 1492 erbaut) und die St. Magdalena-Einsiedelei aus dem 17. bezeichnet werden. Auch in Sachen Landschaftsschutz hat die Gemeinde Beiträge geleistet; die einzigartigen Möser von Düdingen wurden von der Gemeinde erworben und unter Schutz gestellt (Naturlehrpfad). Die Möser können auf schönen Wanderwegen zu Fuss erkundet werden (mit Aussichtsturm). Mit dem Projekt "Landschaft und Landwirtschaft" nimmt die Gemeinde im Umweltbereich eine Vorreiterrolle ein.

Als Aussichtspunkt der Gemeinde gilt der Rütihubel mit seinen 677 m ü.M., der eine wunderbare Sicht zum Jura und den Alpen bietet.

Düdingen heute und morgen

Der Gemeinderat von Düdingen bekennt sich zu einem kontrollierten Wachstum und unternimmt auch Anstrengungen im Bereich der Wirtschaftsförderung (Erweiterung Industriezone).

Die Gemeinde bietet schon heute ein hohes Mass an öffentlichen Infrastrukturen. Eine wichtige Zielsetzung ist der Erhalt einer möglichst guten Wohn- und Lebensqualität. Bezüglich Ortskerngestaltung und Verkehr durchs Dorf bleibt noch einiges zu tun. Mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes wurde die erste Etappe in Angriff genommen.

Aufgrund der geografischen Lage nimmt Düdingen nicht nur seine Verantwortung als regionales Zentrum im Sensebezirk wahr, sondern arbeitet parallel auch in verschiedenen Bereichen mit Organisationen der Region Freiburg zusammen (Verkehrsverbund CUTAF, Kulturverband CORIOLIS der Agglomeration Freiburg, Expo-Center FORUM Freiburg).

Name, Wappen, Geschichte

GemeindewappenDuens (=Freie von Düdingen) ist der Name einer alten Düdinger Familie. Ihnen verdankt Düdingen die erste Erwähnung im Jahre 1182 und das Wappen. Die Duens besassen Güter und Rechte zwischen Sense und Saane und waren einflussreiche Bürger der Stadt Freiburg. Diese Familie besass das Patronatsrecht über die Kirche von Düdingen.

Das Wappen von Düdingen kann bereits im 17. Jahrhundert belegt werden. Im oberen roten Feld führt es drei Silberrosen, im unteren weissen Feld gelbe Ochsenhörner. Die Rosen standen schon im Familienwappen der Herren von Düdingen. Die Ochsenhörner sind vielleicht ein Ahnenzeichen Düdingens: Die Germanen pflegten nämlich die Hörner der erlegten Auerochsen als Glücksbringer über dem Türeingang zu befestigen. Seit jeher heisst der erste Gasthof Düdingen "Zum Ochsen". Die Düdinger, die an der Schlacht von Murten teilnahmen, kämpften unter diesem Feldzeichen. Älteste Spuren menschlichen Lebens in der Gemeinde stammen aus der älteren bis mittleren Steinzeit (40000 bis 8000 v.Chr.). Die Gründung des heutigen Ortes Düdingen geht auf das 9. bis 12. Jahrhundert zurück. Seit der Gründung der Stadt Freiburg (1157) gehörte Düdingen zur sogenannten Alten Landschaft, die sowohl deutsch- wie französischsprachiges Gebiet rund um die Stadt umfasste. Die Düdinger kämpften bei allen Auseinandersetzungen, so auch im Sonderbundskrieg 1847, stets auf der Seite der Stadt Freiburg.



News

Mitteilungsblatt Juli/August 2010 online

Das neue Mitteilungsblatt Juli/August 2010 steht zum... 
mehr...

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Der Gemeinderat   befasst sich an einer ganztägigen... 
mehr...

Aktuelles aus der Agglomeration Freiburg

AgglomerationsratAn der Agglomerationsratssitzung vom 20. Mai 2010... 
mehr...

Kulturkonzept der Gemeinde Düdingen 

Das Kulturkonzept kann hier eingesehen werden.  
mehr...

OS Erweiterung Plaffeien 

Nähere Informationen finden Sie unter... 
mehr...

Schulinformation 2009 online

Die neue Schulinformation 2009 steht zum Download bereit 
mehr...

Verkehrsstudie Unterer Sensebezirk

Die Verkehrsstudie Unterer Sensebezirk kann hier eingesehen werden. 
mehr...

Altersleitbild Düdingen 

Das Altersleitbild Düdingen sowie der Massnahmenkatalog können... 
mehr...

Informationen zur Revision Ortsplanung

Informationen, sowie viele Dokumente, die sie im PDF-Format... 
mehr...