Aktuelles aus der Agglomeration Freiburg
Ende 2011 wurde das Agglomerationsprogramm 2. Generation dem Bundesamt für Raumentwicklung abgegeben.
Am 26. Januar 2012 hat der Agglomerationsrat an einer 6-stündigen Sitzung dieses Programm besprochen und an der Schlussabstimmung grossmehrheitlich genehmigt.
Die rund 70 Änderungsanträge, welche gestellt und behandelt wurden, konnten zum grössten Teil von der Kommission für Raumplanung bereinigt werden und somit vom Agglomerationsrat ange-nommen.
Aus Sicht der Delegierten der Gemeinde Düdingen gab vor allem die sehr restriktive Parkplatzpolitik zu reden. Es konnte erreicht werden, dass nicht die sehr strengen Normen der Stadt Freiburg, sondern die heute geltenden Vorschriften der VSS Normen im Agglomerationsgebiet als verbindlich erklärt wurden. Die offene Formulierung lässt den Mitgliedgemeinden in diesem Bereich einigen Spielraum. Es wird nun ein Rahmenreglement für die Agglomeration erarbeitet. Jede Gemeinde kann weiterhin auf ihrem Gebiet strengere Massnahmen einführen. Das im Dezember an der Gemeindeversammlung beschlossene Parkplatzreglement bleibt nach diesem Beschluss der Agglomeration für unsere Gemeinde verbindlich und wird wie vorgesehen umgesetzt.
Es kann festgehalten werden, dass das Agglomerationprogramm 2. Generation mit unserer laufenden Ortsplanung im Grossen und Ganzen übereinstimmt. Dies betrifft sowohl die Verdichtung nach Innen (Bahnhof-Nord), die Entwicklung der Arbeitszone Birch und die in den Zonenplan aufgenommenen, neuen Wohnzonen, wie beispielsweise der Brieglipark.
Viele Massnahmen wurden von der Gemeinde Düdingen eingegeben und wurden auch als A oder B Projekte berücksichtigt. Dies betrifft in erster Linie Massnahmen zur Entwicklung des Langsamverkehrs in unserer Gemeinde. Hier bleibt abzuwarten, welche Projekte nun konkret um-gesetzt werden. Es ist jetzt zu hoffen, dass die Bundesbehörden das Agglomerationsprogramm als gutes Instrument für die nächsten 4 Jahre für die Agglomeration Freiburg beurteilt und auch für unsere Gemeinde einige Massnahmen subventioniert werden können.
Als Fazit kann festgehalten werden, dass kurzfristig für die Gemeinde Düdingen, mit dem jetzt be-schlossenen Agglomerationsprogramm, keine Nachteile entstehen. In den Bereichen Langsamverkehr und Öffentlicher Verkehr sind positive Impulse zu erwarten (RER-Halt). Für die Delegierten der Agglomeration und für den Gemeinderat bleiben aber auch Fragen offen, vor allem im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung des Agglomerationsprogramms und dessen volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Die Entwicklung wird weiterhin aufmerksam von allen Direktbeteiligen, d.h. Agglomerationsräten und Gemeinderat, verfolgt.
Angesichts der heutigen Situation hat der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung beschlossen, auf die Beurteilung durch das Bundesamt zu warten und dann zu entscheiden, wie das weitere Vorge-hen im Zusammenhang mit diesem Agglomerationsprogramm festgelegt wird.
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